Nachhaltigkeitsberichterstattung: Neues Dashboard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex zeigt, welche Unternehmen freiwillig nach VSME berichten
01. September 2026
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Eva Genzmer
Hier gelangen Sie zur DNK-Plattform, in der Sie kostenlos Ihren Bericht nach den Vorgaben der CSRD und des VSME erstellen können.
Bericht erstellenHier gelangen Sie zur bisherigen DNK-Datenbank. Diese steht Ihnen noch bis November 2026 zur Erstellung einer DNK-Erklärung zur Verfügung.
DNK-Erklärung erstellenDer Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) veröffentlicht mit dem DNK-Dashboard erstmals eine öffentliche Auswertung der VSME-Berichterstattung in der DNK-Plattform. Das Dashboard zeigt, wie sich die eingereichten VSME-Berichte (künftig VS-Berichte) auf Berichtsjahre, Berichtsmodule, Unternehmensgrößen, Branchen und Bundesländer verteilen. Das DNK-Dashboard ist kostenlos zugänglich. Interessierte aus Wirtschaft, Politik und Finanzmarkt sehen damit, wie verbreitet die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung im deutschen Mittelstand ist: https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/berichte-einsehen/dnk-dashboard/
Seit der Verabschiedung des Omnibus-Pakets im Februar 2026 nach Annahme durch EU-Rat gilt die CSRD nur noch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und mindestens 450 Millionen Euro Umsatz. Mittelständische Unternehmen entscheiden nun selbst, ob sie einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen und wie weit sie dabei gehen. Wie viele Unternehmen weiter berichten, in welcher Größenordnung und in welchen Branchen, war bislang öffentlich nicht einsehbar. Das neue DNK-Dashboard zeigt dies nun für die VSME-Berichte, die in der DNK-Plattform erstellt wurden. „Die Berichtspflicht ist für die meisten Mittelständler entfallen, die Berichte kommen trotzdem“, sagt Victoria Diekkamp-Reimann, Projektleiterin des Deutschen Nachhaltigkeitskodex. „Bereits 88 Prozent der Unternehmen wenden nicht nur das verpflichtende Basismodul, sondern freiwillig auch das Zusatzmodul an. Sie berichten also mehr, als der Standard verlangt. Für uns ist das ein klares Zeichen dafür, wie stark die Nachfrage aus Lieferketten und von Banken ist, unabhängig davon, was der Gesetzgeber vorschreibt.“
Die Mehrheit der berichtenden Unternehmen (69 Prozent) hat weniger als 249 Beschäftigte, also die Gruppe, für die der Standard entwickelt wurde. Am stärksten vertreten sind wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie das verarbeitende Gewerbe. Die Branchenzuordnung folgt den NACE-Codes des Statistischen Bundesamtes. Eine Karte zeigt die Verteilung nach Bundesland. Weil die Unternehmensdichte je Bundesland verschieden ist, setzt der DNK die Berichte ins Verhältnis zur Zahl der dort registrierten Unternehmen laut Unternehmensregister von Destatis.
Grundlage sind ausschließlich VSME-Berichte, die den DNK-Plausibilitätscheck durch unabhängige Gutachter*innen durchlaufen haben, veröffentlichte wie unveröffentlichte. Anwender*innen stimmen bei der Einreichung der anonymisierten Auswertung zu. Der DNK stellt alle Werte aggregiert dar, Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen sind nicht möglich. Ob ein Bericht veröffentlicht wird, entscheidet allein das Unternehmen.
Das Dashboard bewertet nicht die Qualität einzelner Berichte und vergleicht weder Unternehmen noch Branchen oder Regionen. Die Angaben stammen aus Selbstauskünften in den VS(ME)-Berichten in der DNK-Plattform. Der Plausibilitätscheck analysiert Konsistenz, Kohärenz und formale Vollständigkeit im Sinne des Standards, die Inhalte prüft er nicht. Weil nicht jedes Unternehmen jeden Datenpunkt beantwortet, ist die Auswertung keine statistische Vollerhebung. „Mit dem DNK-Dashboard schaffen wir einen ersten Überblick über einige Eckdaten und allgemeine Informationen über die berichtenden Unternehmen. Mit jedem eingereichten Bericht wird die Auswertung belastbarer“, sagt Diekkamp-Reimann. „Wir erweitern das Dashboard sukzessive.”
Am 3. Juli 2026 hat die Europäische Kommission den Voluntary Standard (VS) als delegierten Rechtsakt angenommen. Er löst den VSME ab. Für Unternehmen, die nicht im Sinne der CSRD berichtspflichtig sind, bietet der Voluntary Standard einen standardisierten Rahmen, um freiwillige Nachhaltigkeitsinformationen offenzulegen. Dies gilt insbesondere gegenüber Banken, Investor*innen und größeren Geschäftspartner*innen.
Der DNK entwickelt das VSME-Modul der DNK-Plattform bis Ende 2026 zum VS-Modul weiter. Bestehende Daten überträgt die Plattform automatisch. Die DNK-Plattform ist kostenlos: report.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de
Mehr Informationen zum Dashboard: www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/campus-entdecken/meldungen/2026/wer-berichtet-nach-vsme-neue-zahlen-im-dnk-dashboard/
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